14-18 immagini della grande guerre

Auf das italienische Angebot hat Archivalia aufmerksam gemacht: Italienische Fotos aus dem ersten Weltkrieg.

1418 - immagini della grande guerra

Die Datenbank bietet neben den gängigen Suchmöglichkeiten über Volltext und einzelne Indizes über den Reiter “Liste” gute Möglichkeiten des Browsings, nach Orten, Personen, Themen und Jahren.

Das Angebot beinhaltet Einzelfotografien und Fotoalben, aber auch Kriegszeitschriften und -illustrierte.
Die Bildbestände gehören zu folgende Einrichtungen:

  • Fondo guerra BSMC - Biblioteca di Storia Moderna e Contemporanea
  • Fondo guerra MCRR - Museo Centrale del Risorgimento
  • Fondo BNCR - Biblioteca nazionale centrale di Roma
  • Fondo guerra BUA - Biblioteca Universitaria Alessandrina

Farbfotos aus den USA

Einestages - Zeitgeschichten auf Spiegel online - hat einen Beitrag von Eike Frenzel zum FSA-Projekt: Farbfotos aus den USA - Knipsen gegen die Krise

Anlass für die fotografische Dokumentation war die Krise der ländlichen Bevölkerung in den 1930er Jahren. Die im Auftrage der Landwirtschaftsversorgungsbehörde Farm Security Administration (FSA) arbeitenden Fotografen sollten auf das harte Leben der Landbevölkerung aufmerksam machen - allerdings weniger unter dem Blickwinkel der Krise als vielmehr im Sinne “guter Patrioten”.

Zwischen 1935 und 1942 entstanden etwa 270.000 Aufnahmen, darunter 1.600 in Farbe - alles recherchierbar über die Library of Congress:
America from the Great Depression to Word War II
Farm Security Administration/Office of War Imformation Collection

Bilddatenarchivierung in Medizin und Wissenschaft

In der Zeitschrift Photopresse, PP Special Medizin und Wissenschaftsfotografie (Juli 2010) beschäftigt sich einer Aufsatz mit der Archivierung von Bilddaten in Medizin und Wissenschaft:

Marczok, Michael: Wohin mit all den Daten?, S. 4-13.

Wer sich mit Themen wie Sicherheit und Verfügbarkeit, Speichermedien, RAIDs, Dateiformaten und Metadaten beschäftigen muss, findet hier eine gute und übersichtliche Einführung.

Heft online lesen

Ètudes photographiques - Notes de lecture

Die Ètudes photographiques haben die ergänzend zur Zeitschrift erscheinenden Rezensionen online gestellt: Notes de lecture juillet 2010.

PhotoResearcher 13 (2010), 1: Photography in the Orient in the 19th Century

Das aktuelle Heft der Zeitschrift behandelt die Fotografie des Orients im 19. Jahrhundert.

PhotoResearcher. The Magazine of the European Society for the History of
Photography. Wien. ISBN 0958 2606; ISSN 0958 2606

Beiträge

  • Stéphanie Roy Bharath, The Sachés: a family of photographers working in India during the 19th century
  • Corien J.M. Achour-Vuurman, Arranging early photographs of Persepolis in Dutch photo-collections by the ideas of David Hockney
  • Bahattin Öztuncay, CARANZA: From Constantinople to the Société Française de Photographie
  • Mohammad Reza Tahmasbpour, Creative Photography in the Early Years of Photography in Iran
  • Stéphanie Roy Bharath, The Alkazi Collection of Photography: Visual Heritage from South Asia
  • Herta Wolf, “Collections of all Kinds will be Formed” The Photograph as an Image and Medium for Taking Inventory

via HSK

Photographie – wie geht die Reise weiter?

Im Rahmen der photokina veranstaltet die Sektion Wissenschaft und Technik der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) am 24. September 2010 das Vortragsforum „Photographie – wie geht die Reise weiter?“

Themen sind die Zukunft der digitalen Photographie, die weitere Entwicklung der Kameratechnik, Probleme der Sensortechnologie und den Rohdatenstandard TIFF/EP. Aus dem Bereich Foto-Finishing gibt es Beiträge zur Technologie von Fine Art Inkjet-Medien, das revolutionäre Druckverfahren „High Definition Skia Photographie“ sowie Druckverfahren von Photobüchern.

Der Eintritt ist frei, so dass Besuchern auch die Möglichkeit gegeben ist, sich einzelne Vorträge heraus zu suchen.

Um formlose Anmeldung wird gebeten an die Geschäftsstelle der DGPh, Rheingasse 8-12, 50676 Köln, per Email (dgph@dgph.de) oder Fax 0221/9232070.

Weitere Informationen unter www.dgph.de.

Blickpunkte. Fotografien als Quelle zur Erforschung der Kultur der Deutschen im und aus dem östlichen Europa

Die Tagung der Kommission für deutsche und osteuropäische Volkskunde, Görlitz findet vom 15.09.2010-17.09.2010 im Schlesisches Museum zu Görlitz statt

Ankündigung via HSK

VORTRÄGE

Mittwoch, 15.09.2010

  • Prof. Dr. Marita Krauss, Dr. Miroslav Schneider, Dr. des. Sarah Scholl-Schneider (Augsburg)
    “Heimatbilder” - multiperspektivische Zugänge zum Zusammenleben in der Mitte Europas. Fotografien aus dem Projekt Sudetendeutsche Vertriebene in Bayern

Donnerstag, 16.09.2010

  • Teresa Volk M.A. (Freiburg)
    Ein Bildarchiv geht online. Das neue Datenbankprojekt des Johannes-Künzig-Instituts für ostdeutsche Volkskunde, Freiburg
  • Dr. Wolfram G. Theilemann (Sibiu/Hermannstadt)
    Das Bildarchiv des ZAEKR Sibiu/Hermannstadt, Rumänien: Enstehung - Erschließungsstand - Recherchemöglichkeiten
  • Mgr. Magdalena Górniak (Opole/Oppeln)
    Die Schlesische Fotothek als Quelle zur Erforschung der Geschichte und Kultur Schlesiens. Vorstellung einer interaktiven Homepage
  • Elzbieta Berendt M.A., Dr. Malgorzata Michalska (Wroclaw/Breslau)
    Geschichte und Geschichten. Interpretationsweisen von alten niederschlesischen Fotoaufnahmen
  • Dr. Elke Bauer (Marburg)
    Zwischen Inszenierung und Authentizität: Kontextualisierung ausgewählter Bildzeugnisse zum Alltagsleben der Deutschen in Ostmitteleuropa vor 1945

Freitag, 17.09.2010

  • Mgr. Vladimír J. Horák, PhD. (Ostrava/Ostrau)
    Fotografien in der Ethnografie als Zeitdokument: der eingefangene Augenblick: Realität oder Fiktion?
  • Dr. Malwine Seemann (Oldenburg)
    Mädchen-Landjahrlager in Schlesien - Bilder einer Erziehungseinrichtung des Nationalsozialismus
  • Eva Pluharová-Grigiene M.A. (Hamburg)
    Imaginäre Heimat. “Heimat” und “Heimatverlust” in der visuellen Erinnerung der Memelländer nach 1945
  • Theresa Langer, Dipl.-Kulturwirtin (Passau)
    Die fotografische Darstellung der Deutschen in den tschechischen Grenzgebieten in tschechoslowakischen Printmedien nach Ende des Zweiten Weltkriegs

Fotogeschichte Heft 116/2010: Fotobücher im 20. Jahrhundert

FOTOGESCHICHTE, Heft 116/2010: Anton Holzer, Ulrich Keller (Hg.): Fotobücher im 20. Jahrhundert

Seit einigen Jahren erzielen historische Fotobücher am Kunstmarkt immer höhere Preise. Parallel dazu setzte auch die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Thema ein. Die Beiträge dieses Themenheftes untersuchen an ausgewählten Beispielen die gesellschaftspolitische Dimension des Fotobuchs, seine zeitgenössische publizistische Wirkung, seine Rezeption, aber auch seine komplexen Text-Bildbezüge.

Bestellung, weitere Informationen und Archivsuche: www.fotogeschichte.info

BEITRÄGE

  • Ulrich Keller: Die posttraumatische Kamera. Amerikanische Kriegsfotobücher von Gettysburg bis Vietnam
  • Sandra Oster: Das Gesicht des Krieges. Der Erste Weltkrieg im Foto-Text-Buch der Weimarer Republik
  • Eric Lutz: Auf der Suche nach Amerika. Ein Fotobuch-Projekt von Rudolf Schindler
  • Franziska Schmidt „Das deutsche Volksgesicht“. Die Fotobücher von Erna Lendvai-Dircksen zwischen 1931 und 1944
  • Hanna Koch: „Sprechende Bücher“. Paul Wolff, Walker Evans: Fotobildbände der 1930er Jahre
  • Hans Dickel: Fotografie im Künstlerbuch. Beobachtungen zur Intermedialität seit 1960

FORSCHUNG

  • Jan Mlčoch: Schlosser & Wenisch. Ein Prager Fotoatelier
  • Oskar Verant: Die Bewegungsdarstellung in der Fotografie des 19. Jahrhunderts – von der wissenschaftlichen Analyse zum künstlerischen Ausdruck

Neues Heft FOTOGESCHICHTE

FOTOGESCHICHTE, Heft 115, Frühjahr 2010: Zwischen Bild und Text

Bilder ohne Bildtexte, ohne raumzeitliche Verankerung, sind schwebende Bilder, die für alle möglichen Deutungen offen sind. Bildtexte ohne die dazugehörigen Bilder sind stumme Texte. Sie behaupten etwas, ohne den bildlichen Belege mitzuliefern. Die Beiträge dieses Themenhefts greifen beispielhaft einige Aspekte des Verhältnisses von Bild und Text heraus. Sie untersuchen die Beziehung zwischen literarischen Texten und Fotografien, zwischen Zeitungstexten und Pressebildern und Postkartenbildern und nationalen Beschriftungen.

Fotogeschichte. Beiträge zur Geschichte und Ästhetik der Fotografie
Heft 115, Frühjahr 2010, 80 Seiten, zahlreiche Abb. in S/W, 20 Euro,
Abo: 64 Euro, Jonas Verlag Marburg
www.fotogeschichte.info

BEITRÄGE

  • Leo A. Lensing: „Lebensstarre“ – Bewegende Bilder. Fotografien und ein Film in Die letzten Tagen der Menschheit von Karl Kraus
  • Rolf H. Krauss: „Visitenkarten zu Tausenden“. Karl Mays Autogrammkarten. Fotografische Strategien literarischer Ruhmbildung
  • Marion Krammer: Montierte Propaganda, sprechende Bilder. Fotomontage im „Roten Wien“ 1929 bis 1934
  • Stefan Ulfert: Zentralbilder. Über Pressefotografie in der DDR
  • Enrico Sturani: Postkarten des Wahnsinns. Der israelisch-palästinensische Konflikt in populären Bildpostkarten

REZENSIONEN

  • Anton Holzer: Petra Bopp: Fremde im Visier. Fotoalben aus dem Zweiten Weltkrieg, Bielefeld: Kerber Verlag, 2009.
  • Anton Holzer: Timm Starl: Bildbestimmung. Identifizierung und Datierung von Fotografien 1839 bis 1945, Marburg: Jonas Verlag, 2009.
  • Nora Mathys: Institut de police scientifique de l’Université de Lausanne und Musée de l’Élysée, Lausanne (Hg.): Le Théâtre du crime. Rodolphe A. Reiss 1875-1929, Lausanne : Presses polytechniques et universitaires romandes, 2009.

FORSCHUNG

  • Wulf Köpke, Bernd Schmelz (Hg.): Mit Kamel und Kamera: Historische Orientfotografie 1864-1970
  • Teresa Losonc: Die Fotografin Elly Niebuhr
  • Linda Novotny: Kilian Breier – Das fotografische Werk

Kriegsende in Berlin

Das Bildarchiv des Berliner Verlags hat jetzt der Journalist Peter Kroh hervorgeholt:

Einestags: Stadt, Land, Blut

Der oder die Fotografen gehörten dem russischen Militär an, einzelne Aufnahmen lassen sich Otto Donath zuordnen. Der Bildbestand gehörte ursprünglich der von der Sowjetischen Militäradministration (SMAD) herausgegebenen Zeitung “Tägliche Rundschau” und kam dann zum Berliner Verlag.

Zur Sammlung ist eine Publikation erschienen:
Peter Kroh, Frank Schhumann: “Berlin nach dem Krieg - Unbekannte Bilddokumente”. Das Neue Berlin, Berlin 2010, 288 Seiten.

Deutscher Militärischer Kunstschutz in Italien 1943 - 1945

Internationale Tagung des Zentralinstituts für Kunstgeschichte, gefördert durch den
Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM)

Donnerstag, 6. Mai - Samstag, 8. Mai 2010

Tagungsseite mit Programm

Nach der Landung der Alliierten auf Sizilien im Juli 1943 und der Amtsenthebung Mussolinis besetzten deutsche Truppen Italien und installierten einen Generalbevollmächtigten des Deutschen Reiches sowie das Regime der Repubblica Sociale Italiana. Wie schon zuvor im besetzten Frankreich wurde gemäß der Haager Landkriegsordnung, einer internationalen Konvention von 1899 bzw. 1907, im Rahmen der deutschen Militärverwaltung im Herbst 1943 auch in Italien eine Abteilung für „Kunst-, Archiv- und Bibliotheksschutz“ eingerichtet.

Die Tagung beschäftigt sich mit den Voraussetzungen, speziellen Bedingungen und der Durchführung des „Kunstschutzes“ in Italien. In den Dienststellen Rom und Florenz, später Mailand und zuletzt Fasano del Garda, arbeiteten namhafte deutsche Kunsthistoriker hauptamtlich oder ehrenamtlich für die „Abteilung Kunstschutz“, darunter Hans Gerhard Evers, Werner Haftmann, Ludwig Heinrich Heydenreich, Leo Bruhns, Otto Lehmann-Brockhaus, Leopold Reidemeister und Herbert Siebenhüner. Zu ihrem Tätigkeitsfeld gehörte vor allem die Erfassung schützenswerter Bauwerke, die Beratung der italienischen Behörden bei Sicherungsmaßnahmen teilzerstörter Bauten, die Errichtung von Schutzbauten sowie die Organisation der Auslagerung beweglicher Kunstgegenstände in Depots. In diesem Zusammenhang wurden auch Verbote für die Belegung von Gebäuden durch eigene Truppen ausgesprochen.

Im Verlauf des Jahres 1944 rückte die fotografische Dokumentation der durch alliierte Luftangriffe verursachten Schäden an Kulturdenkmälern in den Vordergrund der Aktivitäten. Diese Wendung zur Kulturpropaganda veranschaulicht ein in der Photothek des ZI erhaltenes Konvolut von rund 1500 Fotografien, das als das vom „Kunstschutz“ angelegte „Fotoarchiv zerstörter Kunstwerke“ identifiziert werden konnte. Eine Ausstellung mit exemplarischen Aufnahmen wird am 6. Mai eröffnet.

Die Fachtagung will die internationalen Forschungen zum „Kunstschutz“ in Italien bündeln, über aktuelle Arbeitsvorhaben informieren und Desiderate benennen. Sie fragt dabei auch nach den Grenzen kunsthistorischer und denkmalpflegerischer Tätigkeit im Krieg und nach dem Verhältnis von Kunstgeschichte und (Kultur-)Propaganda aus Sicht der Deutschen, Italiener, Briten und Amerikaner.

Programm

Donnerstag, 6. Mai 2010

  • Begrüßung
    (Generalkonsul Adriano Chiodi Cianfarani, Consolato Generale d’Italia a Monaco di Baviera, Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien, Ministerialdirigent Toni Schmid, Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst)
  • Ruggero Ranieri, Uguccione Ranieri di Sorbello Foundation, Perugia
    The Allies and the Protection of Cultural Heritage in Italy during the Second World War
  • Christian Fuhrmeister, ZI
    Der Deutsche Militärische Kunstschutz in Italien – Forschungsstand, Fragen, Desiderate
  • Elena Franchi, Laboratorio di Arti Visive – Scuola Normale Superiore di Pisa
    Trust and suspicion: the difficult relationship between the Repubblica Sociale Italiana and the Kunstschutz. Some controversial events
  • Kommentar: Carlo Gentile, Universität Köln
  • Abendvortrag
    Lutz Klinkhammer, Deutsches Historisches Institut, Rom
    Raub oder Schutz? Der italienische Kunstbesitz und die Aktivitäten deutscher Dienststellen im besetzten Italien 1943-1945
  • Stephan Klingen, ZI
    Eröffnung der Ausstellung im Lichthof Nord: Dokumentation und Propaganda im Fotoarchiv des Deutschen Militärischen Kunstschutzes in Italien 1943-1945

Freitag, 7. Mai 2010

  • Kai Kappel, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
    Wege zum Kunstschutz? Die Bildsprache der deutschen Ruinenfotografie
  • Ralf Peters, ZI
    Die Jagd nach dem Foto – Das Bildarchiv des Deutschen Militärischen Kunstschutzes in Italien
  • Regine Schallert, Bibliotheca Hertziana (Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte), Rom
    Sonderführer Hans Werner Schmidt
  • Carlotta Coccoli, Università di Brescia
    The Italian Monuments and War: Preventative protection, first aid and repairs. The role of the Monuments, Fine Arts and Archives Subcommission in Italy during the Second World War
  • Kommentar: Rolf Sachsse, Hochschule der Bildenden Künste Saar, Saarbrücken
  • Alessandra Ciangherotti, British School, Rom
  • The J.B. Ward-Perkins photographic collection: the War Damage Series. An overview
  • Costanza Caraffa, Alessandro Nova, Gerhard Wolf, Kunsthistorisches Institut in Florenz – Max-Planck-Institut
    Der „Kunstschutz“ und das Kunsthistorische Institut in Florenz
  • Michael Wedekind, Westfälische Wilhelms-Universität Münster
    Nationalsozialistische Kulturpolitik in den Operationszonen „Alpenvorland“ und „Adriatisches Küstenland“ 1943 – 1945
  • Nigel Pollard, Swansea University
    War damage to monuments and works of art of the Greco-Roman period in Italy
  • Kommentar: Christina Kott, Institut d’histoire du temps présent, Paris
  • Abendvortrag
    Lucia Allais, Princeton University
    “How to miss cultural sites” – The American Protection of European Monuments from Aerial Bombing during World War II: the Case of Italy

Samstag, 8. Mai 2010

  • Cecilia Ghibaudi, Pinacoteca di Brera, Milano
    1943-1945: La Pinacoteca di Brera a Milano e la seconda guerra mondiale
  • Martin Moll, Karl-Franzens-Universität Graz
    Bildpropaganda der Wehrmacht
  • Kommentar: Thomas Hensel, Universität Siegen
  • Abschlussdiskussion:
    Elena Franchi, Laboratorio di Arti Visive – SNS Pisa
    Rainer Volk, Bayerischer Rundfunk
    Johan Schloemann, Süddeutsche Zeitung
    Kerstin von Lingen, Universität Heidelberg
    Lutz Klinkhammer, Deutsches Historisches Institut, Rom

Die Eroberung des Südpols

Die Flo Peters Gallery in Hamburg präsentiert einen historischen Bildbestand - Aufnahmen von Herberg G. Ponting einer Expedition zum Südpol 1910. Ponting brachte 1912 über 1700 großformatige Platten von dieser Expedition mit, die heute beim Scott Polar Research Institut der Universität Cambridge aufbewahrt werden.

Flo Peters Gallery, Hamburg
www.flopetersgallery.com
noch bis zum 10. Mai 2010

mehr zum Schnuppern:

Nachtrag:

gefunden in: Photopresse 07-2010

„Die Eroberung der beobachtenden Maschinen“ Arbeitstagung des DFG-Projekts „Das Auge des Arbeiters“

„Die Eroberung der beobachtenden Maschinen“
Arbeitstagung des DFG-Projekts „Das Auge des Arbeiters“

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (ISGV)
Deutsche Fotothek / Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB)

Dresden, 16./17. April 2010

Seit Februar 2009 forscht eine Arbeitsgruppe am Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (ISGV) in Dresden im Rahmen des von der DFG geförderten Projekts „Das Auge des Arbeiters. Untersuchungen zur proletarischen Amateurfotografie der Weimarer Republik am Beispiel Sachsens“. Nach Abschluss des ersten Jahres sollen in einer Arbeitstagung bisherige Ergebnisse zur Diskussion gestellt werden.

Die Perspektivverlagerung der Geschichtswissenschaft von der Parteien- zur Alltagsgeschichte der Arbeiterbewegung, die Entwicklung aktueller Praxen von Medienamateuren im Internet und die Zuwendung der Volkskunde zur Fotografie haben neue Fragen und neue Aufmerksamkeiten für zwei miteinander verbundene Modernisierungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit sich gebracht: die Entwicklung der Amateurfotografenbewegung im proletarischen Milieu als eigensinnige Produktion und die zunehmend bildbewusste Propaganda der Arbeiterparteien. Diese Kulturen mittels sozialgeschichtlicher, fotohistorischer und volkskundlicher Zugangsweisen zu beschreiben, ist zentrales Anliegen der Projektarbeit.

Im Zusammenhang des DFG-Projekts wurden zwei wesentliche Bestände in öffentlichem Besitz erschlossen und solche aus Privatbesitz zugänglich. Gerade angesichts der asymmetrischen Überlieferung einer überwiegend mündlichen Kultur stellen diese Sammlungen eine einzigartige Quelle zum Selbstbild sozialer Unterschichten der Weimarer Republik dar. Ihre Erforschung zielt zugleich auf das Verstehen popularer Medienpraxis zwischen privatem Knipsen und größtmöglicher Publizität. Dabei wird der mikroskopische Blick auf die Rekonstruktion von Milieus und Bildbedeutungen erweitert um erstmalige Recherchen zur Thematik in Moskauer Archiven, mit Überlegungen zur Rezeption in der Nachkriegszeit verbunden sowie mit dem aktuellen Stand und den Perspektiven volkskundlicher Arbeitskulturenforschung ins Verhältnis gesetzt.

Programm

Freitag, 16. April 2010

  • Eröffnung und Einführung
  • Bernd Jürgen Warneken: Nicht erledigt. Fünf Thesen zur volkskundlich-kulturwissenschaftlichen Arbeiterforschung
    Der Mauerfall brachte auch einen tiefen Fall der deutschen Arbeiterkulturforschung. Und dies interessanterweise nicht nur in Ost-, sondern auch in Westdeutschland. Die kurze Karriere dieses Forschungszweigs erwies sich als eng mit der politisch-ökonomischen
    Systemkonkurrenz verbunden. Sie brachte aber auch einen ostwestlichen Ideenaustausch, der beiderseits seine subversiven Komponenten hatte. Wurden in dieser Zeit Instrumente entwickelt und Ergebnisse geliefert, an denen eine aktualisierte Arbeiterforschung heute anknüpfen kann? Und darf man die heutige kulturwissenschaftliche Migranten- oder Prekariatsforschung als zeitgemäße Fortsetzung der früheren Arbeiterkulturforschung betrachten? Oder muss man sagen: „Etwas fehlt“?
  • Wolfgang Hesse: „Der Unterricht muß auch auf der Straße erteilt werden.“ Stadtraum – Bildraum – Schriftraum.
    In den Aufnahmen der proletarischen Fotoamateure erscheint die Stadt als belebter Raum. Sie ist nahezu synonym mit der „Straße“ als Lebensort, die zugleich metaphorisch für das politische Aufbegehren der Unterschichten steht. In diesem physischen und symbolischen Terrain bewegen sich alle Beteiligten auch medial. Im Fokus der Aufmerksamkeit des Vortrags steht der Eigensinn derjenigen, die sich den Standards der (bürgerlichen) Pressefotografie verweigerten. Diskutiert wird insbesondere, welche Qualitäten den Fotografien und deren betexteten Reproduktionen in Zeitschriften und Zeitungen als mentalitätsgeschichtlichen Quellen zukommen. Und nicht zuletzt macht ihre Analyse als Dokumente und zugleich als Indikatoren für die Medienkompetenz sowohl ihrer Hersteller wie ihrer Betrachter die Wirkung der Fotomontagen John Heartfields plausibel.
  • Ursula Schlude: „Es wäre uns peinlich, schlechte Fotos nach Deutschland zu schicken.“ Die Austauschbeziehungen zwischen deutschen und sowjetischen Arbeiterfotografen 1926 bis 1933.
    Der historisierende Blick auf die kurze Zeitspanne von 1926 bis 1933, während der deutsche Arbeiterfotografen ihren sowjetischen Kollegen begegnet sind – medial vermittelt oder besuchsweise –, und es zum inspirierenden Austausch kommen konnte, ist trotz zeitlicher Nähe nicht wirklich scharf zu stellen. Zu marginal scheint der Vorgang gewesen oder nach 1933 nicht mehr rekonstruierbar zu sein, wenn man von den Rückblicken absieht, die einige wenige Fotoamateure dieser Generation in Publikationen der DDR zu Papier brachten. Es bleiben als Fundorte der Überlieferung die Zeitschriften – in Deutschland „Der Arbeiter-Fotograf“, in der Sowjetunion „Sovetskoe Foto“ bzw. „Proletarskoe Foto“ – sowie die fragmentarische Dokumentation in Russland. Ergebnisse von Recherchen in Moskauer Archiven und Bibliotheken werden vorgestellt und auf bisherige Erkenntnisse über die kommunistische Fotoamateurbewegung bezogen, ihren Fixpunkten und Konjunkturen der ästhetisch-politischen Programmatik sowie den sowjetisch-deutschen Asymmetrien, wie sie etwa in den gegenseitig inspirierten Fotoreportagen über eine typische Arbeiterfamilie – in Moskau und Berlin 1931 – zum Ausdruck kamen.
  • Carsten Voigt: „Das Illustrierte Volksecho“. Eine Wochenzeitung der KPD Sachsens
    Obwohl sich der KPD-Bezirk Sachsen in großen finanziellen Schwierigkeiten befand, unternahm er 1931 den Versuch, eine illustrierte Wochenzeitung zu gründen – ein gewagtes Projekt mitten in der Wirtschaftskrise. Dennoch gelang es unter großen Anstrengungen, die Zeitung zu etablieren. Für die sächsischen Arbeiterfotografen bot sich dadurch eine neue Veröffentlichungsmöglichkeit an. In welchem Umfang tatsächlich Arbeiterfotografen am Illustrierten Volksecho mitwirkten, ob sie ihre selbst gestellten Ziele in der Zeitung verwirklichen konnten, was für Bilder zur Veröffentlichung gelangten und wie diese in Beziehung zum Text standen, will der Vortrag behandeln. Dazu soll eine kurze Inhaltsanalyse vorgenommen und näher untersucht werden, wie sich das Illustrierte Volksecho von der Arbeiter Illustrierten-Zeitung, aber auch von den kommunistischen Tageszeitungen in Sachsen unterschied.
  • Wilhelm Körner: “Wir sind das Auge unserer Klasse”, Köln 1980. Regie: Wilhelm Körner, Kamera: Jörg Bookmeyer, Ton: Anke Apelt, 16 mm, 45 min., Farbe.
    Der Film entstand im Rahmen einer Sendereihe des Westdeutschen Rundfunks (Redaktion Kultur und Politik/Medienkritik, Ludwig Metzger) zur Kultur der Arbeiterbewegung in der Weimarer Republik. Er lässt einige der Protagonisten der Arbeiterfotografen-Bewegung berichten, vor allem Erich Rinka, den Reichssekretär der Vereinigung der Arbeiter-Fotografen Deutschlands. Erzählt wird aus der Perspektive der Mitte der 1970er Jahre in der Bundesrepublik aufkommenden linken, gewerkschaftlich orientierten Fotografenbewegung, die sich dann auch „Arbeiterfotografen“ nannten: Ein junger Fernmeldetechniker, Mitglied der Essener Gruppe, entschließt sich nach einer Begegnung mit Theo Gaudig, einem ehemaligen Dreher bei Krupp und Arbeiterfotograf, Erich Rinka in Ostberlin zu besuchen, um mehr über die Arbeitsweisen und Zielsetzungen, die Gestaltungsfragen und ästhetischen Diskussionen der Arbeiterfotografen der Weimarer Republik zu erfahren.
  • Peter Badel: Arbeiterfotograf. Potsdam 1979. Regie: Peter Badel, Kamera: Prashant Chandar Bajpai, 35 mm, 29 min., Farbe.
    1979 konnte Peter Badel im Rahmen seines Studiums einen Dokumentarfilm über Ernst Thormann drehen, der als Reichsbildwart der Vereinigung der Arbeiter-Fotografen Deutschlands aktiv gewesen war: Thormann war verbittert, weil die Arbeiterfotografie in der DDR zu Propagandazwecken stilisiert und nicht etwa zur Popularisierung von Konflikten genutzt wurde. Das Propagandistische war ihm nicht fremd, aber eigentlich war er eher ein
    stiller Beobachter und eben auch ein leiser Fotograf – in erster Linie vom Leben auf der Straße, von Zigeunern und dem Leben im Berliner Scheunenviertel. Wenn man den Film „Arbeiterfotograf“ heute sieht, dann hat er viel mit der Utopie von Kommunismus oder Sozialismus zu tun, der Film ist aber in keiner Weise irgendwelchen DDR-politischen Zwängen angepasst gewesen: Er war kein Auftragsfilm und wurde auch nicht redaktionell
    beaufsichtigt, sondern komplett innerhalb der Kameraabteilung der HFF organisiert und realisiert; später zeigten ihn die Leipziger Dokwoche und das DDR-Fernsehen. Aus dieser Dokumentation ist eine jahrelange enge Bindung entstanden und 1984 hat Peter Badel den fotografischen Nachlass des Ehepaars Thormann übertragen bekommen.

Samstag, 17. April 2010

  • Joachim Schindler: „…die Nützlichkeit wirklich guter Landschaften…”. Zur Arbeit der Fotosektionen bei den sächsischen Naturfreunde-Ortsgruppen im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts.
    Am 8. Juli 1909 wurde in Dresden die erste sächsische Ortsgruppe des Touristenvereins “Die Naturfreunde” (TVDN) gebildet. Von Beginn an verstanden sich die Naturfreunde als internationale proletarische Kultur-, Bildungs- und Touristen-Organisation. In den fünf Jahren bis zum Ersten Weltkrieg wurden in der Dresdner Ortsgruppe 14 “Vorträge mit Lichtbildern” veranstaltet, und zur Förderung der Bildungsarbeit konstituierte sich bereits 1911 die Fotosektion. Zum Ende des Jahres 1922 bestanden in vier größeren sächsischen Ortsgruppen Abteilungen bzw. Fachgruppen für Fotografie. Der Vortrag rekonstruiert deren Arbeit und stellt dabei auch die politischen Auseinandersetzungen bis hin zu Spaltungen innerhalb der Organisation zu Ende der Weimarer Republik dar. Mit der Besetzung des Dresdner Volkshauses im März 1933 und dem Verbot bzw. der Auflösung des TVDN endete dieses Kapitel organisierter Naturfreunde-Fotoarbeit.
  • Jens Bove, Sylvia Ziegner: Beruf: Arbeiterfotograf. Zum Werk und zur Rezeption von Richard Peter sen. (1895-1977)
    Die Arbeiterfotografie der Weimarer Republik wird gemeinhin als Produkt politisch und sozial engagierter Amateure definiert, die aus der Perspektive des Arbeiters agieren. Neben zahlreichen, heute meist unbekannten Laien gehörten zu deren exponiertesten Vertretern aber auch Berufsfotografen wie Richard Peter, der seit etwa Mitte der 1920er Jahre – wenigstens streckenweise – hauptberuflich als Fotograf und Bildjournalist gearbeitet hat, später durch auflagenstarke Bildbände wie „Dresden – eine Kamera klagt an“ (1950) Erfolge verbuchen konnte, und schließlich im Zuge der Aufwertung der Fotografie in den siebziger Jahren Eingang in den Kanon des “Nationalen Kulturerbes der DDR” gefunden hat. Zu untersuchen ist einerseits, ob oder inwieweit eine professionelle Herangehensweise die Arbeitspraxis und Bildästhetik seiner Vorkriegsaufnahmen kennzeichnet, und andererseits, welche Rolle sein Status als Arbeiterfotograf, also als Protagonist eines in den 1950er und 60er Jahren überwiegend als abgeschlossen betrachteten Kapitels, für seine späteren Arbeiten, sein Selbstverständnis und für seine politisch-offizielle Würdigung wie für seine Rezeption gespielt hat.
  • Jörg Boström: Schatten im Licht. Kunst und Politik in der Fotografie von Walter Ballhause.
    In Plauen im Vogtland – Walter Ballhause Archiv – werden die Negative des Arbeiterfotografen Walter Ballhause aufbewahrt, die um 1930 in Hannover entstanden sind, dazu Bilder und Negative aus seiner Arbeit 1954 bis 1990. Man erkennt Ballhauses Interesse an der Grafik seiner Zeit wieder. Aber er setzt nicht bestehende Kunst um in Fotografie, sondern schafft neue Bilder sozialer Wirklichkeit. Er setzt die Menschen ins Licht. Die Arbeitslosen, die „Überflüssigen Menschen“, wie ein Buch von ihm betitelt ist. Sie werfen schwere, lange Schatten. Nach dem Kriege in Plauen, DDR: Die politischen Verhältnisse sind verändert und mit ihnen sein Bildstil. Arbeiterporträts entstehen in offenem Blickkontakt. Ernste, nachdenkliche Menschen, an welchen der Schrecken des Krieges und der Gefangenschaft noch in Spuren auf den Gesichtern und in der Körperhaltung erkennbar ist. Walter Ballhause formt auch hier gesellschaftliche Entwicklungen zu Bildern. Für den erwarteten Aufbauoptimismus der 50er Jahre in der DDR fehlt ihm der Wille zur Illusion. Er bleibt Realist.
  • Sylvia Metz: Geschichts-Bilder. Zum Fotografiebestand des Museums für die Geschichte der Arbeiterbewegung im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig.
    Der fotografische Bestand des Leipziger Museums für die Geschichte der Arbeiterbewegung wurde zwischen 1954 und 1986 gebildet. Er ist heute in der Fotothek im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig eingelagert und umfasst etwa 14.000 Aufnahmen. Nach intensiver Sichtung, thematischer Sortierung und Eingrenzung in den Zeitraum von 1918 bis 1938 erwiesen sich etwa 1.800 Objekte für das Projekt „Das Auge des Arbeiters“ als unmittelbar von Belang. Diese Aufnahmen wurden inhaltlich erschlossen, digitalisiert und in die Datenbank des Museums eingearbeitet. Es soll ein Überblick darüber gegeben werden, was von wem und wie fotografiert sowie welche Fotografien dann 25 Jahre später gesammelt und nach welchen Kriterien archiviert wurden.
  • Schlussdiskussion
    Diskutant: Timm Starl
  • Jens Bove: Führung durch die Deutsche Fotothek
    Die Deutsche Fotothek gehört mit ihren über 3 Millionen Aufnahmen zu den großen Bildarchiven. Traditionelle Sammelschwerpunkte sind Kunst und Architektur sowie die Regionalgeschichte Sachsens. Anfang der 1980er Jahre wurde dieses Profil um die Schwerpunkte Technik- und Musikgeschichte erweitert, außerdem um sozialdokumentarische und Pressefotografie. In den vergangenen Jahren sind umfangreiche Bestandsgruppen konservatorisch behandelt, digitalisiert und in der Datenbank verfügbar gemacht worden, darunter in Kooperation mit dem ISGV die 1982/83 erworbenen Nachlässe von Arbeiterfotografen, die unter http://arbeiterfotografie.deutschefotothek.de frei zugänglich sind.
  • mehr auf photo.dresden.de

Blickpunkte. Fotografien als Quelle zur Erforschung der Kultur der Deutschen im und aus dem östlichen Europa

Die Kommission für deutsche und osteuropäische Volkskunde schreibt eine Tagung zur Thema Blickpunkte. Fotografien als Quelle zur Erforschung der Kultur der Deutschen im und aus dem östlichen Europa und bittet um Beiträge.

vgl. http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/termine/id=13080

Entwickelt und fixiert

Zur Publikation

Fengler, Silke
Entwickelt und fixiert. Zur Unternehmens- und Technikgeschichte der deutschen Fotoindustrie, dargestellt am Beispiel der Agfa AG Leverkusen und des VEB Filmfabrik Wolfen (1945-1995)
(=Bochumer Schriften zur Unternehmens- und Industriegeschichte 18) [Diss. RHTW Aachen, 2007]. Essen: Klartext Verlag 2009. ISBN 978-3-8375-0012-7; paperback; 311 S.; EUR 29,95.

gibt es eine Rezension bei HSK: http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2010-1-067

Fotogeschichte Heft 114/2009: Barthes’ Bilder

Roland Barthes und die Fotografie

Das international wohl bekannteste Buch der jüngeren Fototheorie, Roland Barthes’ Helle Kammer, wird 30 Jahre alt. Es erschien im Jahr 1980 und ist längst zum Klassiker geworden. Das Buch wurde zum unerschöpflichen Ideen-Reservoir, zum Text-Steinbruch, aus dem für fast jeden fotografischen Zusammenhang das passende Zitat zu holen war.

Inzwischen sind seit der Erstveröffentlichung dreißig Jahre vergangen. Aus diesem Anlass stellen die Beiträge dieses Themenhefts Barthes bekanntestes Buch ins Zentrum der Reflexion. Sie gehen aber auch darüber hinaus und umreißen Barthes’ komplexes Verhältnis zur Fotografie.

Fotogeschichte. Beiträge zur Geschichte und Ästhetik der Fotografie
Heft 114 (Winter 2009), 80 Seiten, zahlreiche Abb. in S/W, 20 Euro, Abo: 64 Euro, Jonas Verlag Marburg
www.fotogeschichte.info

BEITRÄGE

  • Detlef Hoffmann: Eduard und Charlotte, studium und punctum
  • Christoph Burtscher: Zur Hellen Kammer
  • Peter Geimer: “Ich werde bei dieser Präsentation weitgehend abwesend sein.” Roland Barthes am Nullpunkt der Fotografie
  • Stefan Bläske: Kammer-Spiele: Die Maske und das Detail. Theater und Fotografie bei Roland Barthes
  • Juliane Vogel: Souveräne Unschuld. Das Wintergartenbild in Roland Barthes’ Bemerkung zur Photographie
  • Monika Schwärzler: Auf der Suche nach der Mutter. Roland Barthes’ Dramaturgie einer Bildgeschichte
  • Dennis Göttel, Katja Müller-Helle: Barthes’ Gespenster

REZENSIONEN

  • Steffen Siegel: Michael Fried: Why Photography Matters As Art As Never Before — New Haven, London: Yale University Press 2008.
  • Heike Wetzig: Ulrich Pohlmann, Rudolf Scheutle (Hg.): Nude Visions. 150 Jahre Körperbilder in der Fotografie / 150 Years of Nude Photography, Heidelberg: Kehrer Verlag 2009.
  • Anton Holzer: Vladimír Birgus, Jan Mlc(och: Tschechische Fotografie des 20. Jahrhunderts, hg. von der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Zusammenarbeit mit dem Museum für Angewandte Kunst in Prag, Bonn, Prag: Kant Publishing, 2009.
  • Alys George: Jeff L. Rosenheim: Walker Evans and the Picture Postcard, Göttingen: Steidl; New York: Metropolitan Museum of Art, 2009.
  • Anton Holzer: Freya Mülhaupt (Hg.): John Heartfield: Zeitausschnitte. Fotomontagen aus der Kunstsammlung der Akademie der Künste,1918–1938, Ostfildern, Berlin: Hatje Cantz, Berlinische Galerie, Akademie der Künste, 2009.
  • Matthias Christen: Magnum Photos, The Global Fund to Fight AIDS, Tuberculosis and Malaria: access to life, Preface by Desmond Tutu and Essay by Jeffrey D. Sachs, New York: Aperture, 2009.
  • Anton Holzer: Peter Pfrunder in Zusammenarbeit mit Gilles Mora (Hg.): Gotthard Schuh. Eine Art Verliebtheit, Göttingen, Zürich: Steidl Verlag, Fotostiftung Schweiz, 2009.

FORSCHUNG

  • Wolfgang Hesse: Das Auge des Arbeiters. Forschungsprojekt: Praxis, Überlieferung und Rezeption der Arbeiterfotografie als Amateurbewegung in der Medienmoderne

Visual Documentations of Art Protection during the Second World War - European Picture Libraries in Dialogue / Visuelle Dokumentationen des Kunstschutzes im zweiten Weltkrieg - Europäische Bildarchive im Dialog

Zur Dokumentation des Kunstschutz in Bildarchiven gibt es in Kürze eine Tagung beim Bildarchiv Foto Marburg:

Visual Documentations of Art Protection during the Second World War - European Picture Libraries in Dialogue / Visuelle Dokumentationen des Kunstschutzes im zweiten Weltkrieg - Europäische Bildarchive im Dialog

21.01.2010 09:00 h - 22.01.2010 13:00 h
Deutsches Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte
Bildarchiv Foto Marburg
www.fotomarburg.de/aktuelles/events/dokumentation

Donnerstag, 21. Januar 2010

I. Introduction

  • Hubert Locher (Deutsches Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg) – Welcome
  • Christina Kott (Institut d’histoire du temps présent IHTP, Paris) – Keynote lecture: Photo archives and art protection in periods of war and occupation. Remarks on a barely explored field of research
  • [Intervention] Hubert Locher, Whose pictures? The Marburg Documents related to the after war negotiations about „restitution“

II. Archives in France and Belgium

  • Jean-Daniel Pariset (Médiathèque de l’architecture et du patrimoine, Archives photographiques, Paris) – The „Mediathèque de l’Architecture et du Patrimoine“ MAP
  • Christina Ceulemans (Institut royal du patrimoine artistique KIK-IRPA, Brüssel) – The department of documentation of the Royal Institute for Cultural Heritage
  • Marie-Christine Claes (Institut royal du patrimoine artistique KIK-IRPA, Brüssel) – The „Service de la documentation belge“ during WW II

III. Accross the Border: Photographs of Objects from France and Belgium in German Archives

  • Susanne Dörler (Deutsches Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg) – “The photographic inventory of the artistic monuments in Belgium”. A photographic campaign of the German „Kunstschutz“ in 1941-1944
  • Daniel Parello (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland / Freiburg i. Br.) – „German stained-glass of historical significance“. The photographic documentation during WW II. The collection of the CVMA in Freiburg / Br.

IV. Italy

  • Marilena Tamassia (Soprintendenza Speciale per il Polo Museale Fiorentino, Florenz) – The photographic documentation of war damage in Florence (1940-1945)
  • Silvia Paoli (Conservatore Civico Archivio Fotografico Castello Sforzesco, Milano) – The photographic archive at Castello Sforzesco of Milan. Role and importance of photography for the protection and the knowledge of art between 1943 and 1944
  • Regine Schallert (Bibliotheca Hertziana - Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte, Rom) – Photographs of the German „Kunstschutz“ in Italy: Two collections of the Bibliotheca Hertziana Rome (MPI)
  • [Intervention] Almut Goldhahn (Kunsthistorisches Institut - Max-Planck-Institut, Florenz) – Some war-time photographs by Hans Werner Schmidt found in the photo library of the Kunsthistorisches Institut in Florence
  • Ralf Peters (Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München) – The photo archives of the German Military “Kunstschutz” in Italy (1944-45). A partictular collection in the Zentralinstitut für Kunstgeschichte

V. Photographic Archives on the Web

  • Andreas Buchholz (Reconnaissance Collections, RCAHMS, Edinburgh) – The Aerial Reconnaissance Archives TARA in Edinburgh – An introduction to its collection and recently installed website
  • Angela Kailus (Deutsches Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg) – Establishing a digital network of photo archives: The „Bildindex der Kunst und Architektur“. Present state and perspectives of project based development

  • Discussion: Perspectives and problems of developing a international network of photo archives
    Almut Goldhahn, The Florence Declaration. Recommendations for the preservation of analogue photo archives

British School at Rome Library and Archive - Digital Collections

Die British School at Rome hat einen Relaunch ihrer digitalen Sammlungen im Netz:
www.bsrdigitalcollections.it

Visuelle Medien und Forschung. Über den wissenschaftlich-methodischen Umgang mit Fotografie und Film

Die Kommission Fotografie der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde hat zusammen mit anderen Einrichtungen einen CFP zum Thema Visuelle Medien und Forschung. Über den wissenschaftlich-methodischen Umgang mit Fotografie und Film über die HSK-Liste veröffentlicht.

Die Tagung beleuchtet das Verhältnis von Wissenschaft und visuellen Medien vom 19. Jahrhundert und sucht dabei die kritische Auseinandersetzung mit der Rolle von Fotografie und Film als “hilfswissenschaftliches Mittel” mit realgetreuen Abbildungsqualitäten. Untersucht werden soll zudem die Bedeutung der Fotografierenden oder/und filmenden Wissenschaftler und Forschungsreisenden.

Deadline für die Exposés ist der 1. Mai 2010. Die Tagung findet vom 15.10.2010-16.10.2010 am Institut für Europäische Ethnologie, Humboldt-Universität Berlin statt.

Veranstalter
Kommission Fotografie der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde
Kommission volkskundlicher Film der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde
Institut für Europäische Ethnologie, Humboldt-Universität Berlin
Museum Europäischer Kulturen, Berlin Berlin

CFP auf HSK

Mythos Kohle: Fotografien aus dem Bergbau-Archiv Bochum

Der jüngst erschienene Band wurde gerade über die geschichtskultur-ruhr-Liste angkündigt:

Farrenkopf, Michael:
Mythos Kohle. Der Ruhrbergbau in historischen Fotografien aus dem Bergbau-Archiv Bochum
224 S., zahlr. Abb., Münster: Aschendorff Verlag 2009, ISBN 978-3-402-04386-8, 29,80 Euro.

Leseprobe

UNESCO Archives Portal